10 | 12 | 2016

Raucherdiskriminierung

Einleitung

Herzlichen Dank !

Die Abstimmung vom 23. September 2012 ist Geschichte. DANKE an das Volk, welches mit grosser Mehrheit die Initiative verworfen, und damit der Vernunft zum Sieg verholfen hat.

Wir erachten das Resultat nicht als einen Freipass, sondern sind uns der Thematik und Problematik sehr wohl bewusst. Das Problem der Initiative war, das sie sich selbst ins Abseitz manövriert hat, weil Teile der Initiative in erster Linie nicht den Passivraucher geschützt hätte, sondern alleine den Raucher diskriminiert, ohne das auch nur ein Passivraucher geschützt worden wäre. (Thema Einzelbüros, kleine Gaststätten, in der lediglich der Betreiber, ohne Personal arbeitet). Wären lediglich die bedienten Fumoirs zur Abstimmung gekommen, wäre die Initiative wohl durchgekommen. Ich persönlich hätte keine Probleme mit, meine Getränke selbst an der Bar zu holen und das Leergut wieder zurück zu bringen, in einem unbedienten Fumoir.

Wir hoffen, dass bei zukünftigen Vorstössen von Anfang an mehr nachgedacht wird. So dass einerseits der Nichtraucher seinen Schutz erhält, aber auch der Raucher nicht diskriminiert wird. Das ganze ist sehr wohl unter einen Hut zu bringen. Die momentane Lösung mag noch nicht in allen Bereichen optimal sein, sie ist jedoch bereits heute schon in den meisten Bereichen gut.

 

 

 

ARCHIV: NEIN zur Volksabstimmung vom 23. September "Schutz vor Passivrauchen"

Wieso? Eigentlich sehen in der Regel auch Raucher durchaus die Notwendigkeit, Passivraucher zu schützen! Wozu dann also diese Seite ? Ganz einfach: Weil die Initiative zu weit geht. Nicht grundsätzlich aber in einigen wichtigen Details. Zwar erklärt das Initiativkomitee durchaus Einsicht in einigen Punkten, aber der Teufel steckt im Detail - genauer gesagt: Im Gesetzeszext.

Nachfolgend gehen wir die Punkte des Gesetzestextes einzeln durch, und erklären, wo die Haken sind, und weshalb die Initiative abgelehnt werden soll. Bei weitem nicht alles ist schlecht. Aber definitiv zu vieles, um die Initiative annehmen zu können.

Bevor wir loslegen: Es nützt nichts, wenn Sie bloss lesen, und debatieren! Wichtig ist, das Sie auch abstimmen gehen!

 

Quelle: Auszug des Gesetzestextes aus der Bundesrätlichen Botschaft (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/2809.pdf)

Art. 118a (neu) Schutz vor dem Passivrauchen

1 Der Bund erlässt Vorschriften zum Schutz des Menschen vor dem Passivrauchen.

2 Nicht geraucht werden darf in allen Innenräumen, die als Arbeitsplatz dienen.

  • Hier kommt das erste Problem! Faktisch heisst das auch Einzelarbeitsplätze.. mehr Details hier...

3 In der Regel nicht geraucht werden darf in allen anderen Innenräumen, die öffentlich zugänglich sind; das Gesetz bestimmt die Ausnahmen. Öffentlich zugänglich sind insbesondere Innenräume von:

a. Restaurations- und Hotelbetrieben;

  • Hier kommt das zweite Problem! Auch wenn das Initiativkomitee auf deren Website das Problem relativiert.. mehr Details hier..

b. Gebäuden und Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs;

  • Kein Problem. Das wird bereits überall so praktiziert.

c. Gebäuden, die der Ausbildung, dem Sport, der Kultur oder der Freizeit dienen;

  • Kein Problem. Das wird bereits überall so praktiziert.

d. Gebäuden des Gesundheits- und des Sozialwesens sowie des Strafvollzugs.

  • Hier kommt das dritte Problem! Die Spezifizierung ist nicht vorhanden, heisst also: überall.. mehr Details hier...

 

Zur Information:

Diese Initiative, welche von der Lunliga stammt - ist vergleichsweise noch Human. Sie will das Rauchen im Freien beispielsweise nicht verbieten. Aber die nächste Volksinitiative ist bereits schon in der Pipeline. Status: Vorprüfung. Die geht dann soweit, dass sich sogar die Lungenliga auf meine Anfrage hin davon distanziert hat.